Arbeitsweise
Meine Arbeit beginnt mit dem gemeinsamen Verstehen von Nutzung, Wirkung und dem, was ein Raum transportieren soll.
Ich verstehe meine Arbeit als konzeptionellen und beratenden Prozess, in dem Menschen, Nutzung und Raum zusammengedacht werden. Ziel ist es, Klarheit zu schaffen, Komplexität zu reduzieren und Identität früh sichtbar zu machen – bevor umgesetzt wird.
Anhand von Look & Feel, Zonierung, schematischer Planung sowie Farb‑ und Materialcollagen mache ich Identität, Nutzung und Wirkung früh sichtbar.
Diese Elemente dienen als Beratungs‑ und Kommunikationswerkzeuge, um fundierte Entscheidungen in frühen Projektphasen zu ermöglichen.

Look & Feel
Konzeptionelle Leitidee
Am Anfang jedes Projekts steht eine klare Vorstellung davon, wie sich ein Raum anfühlen soll – und warum.
Auf Basis erster Gespräche, Fragestellungen und Analysen entwickle ich ein konzeptionelles Look‑&‑Feel, das Identität, Atmosphäre und Haltung sichtbar macht.
Visuelle Moodboards dienen dabei als Beratungs‑ und Kommunikationswerkzeug:
Sie helfen, abstrakte Vorstellungen greifbar zu machen, gemeinsame Bilder zu erzeugen und frühzeitig Klarheit über Richtung und Wirkung zu gewinnen.
So wird die Vision hinter dem Projekt erlebbar – als Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.
Zonierungsplanung
Raum als Antwort auf Nutzung & Verhalten
Bevor detaillierte Pläne entstehen, betrachte ich den Raum aus einer übergeordneten Perspektive:
Welche Nutzungen gibt es?
Wie bewegen sich Menschen im Raum?
Wo entstehen Begegnung, Rückzug oder Fokus?
Auf dieser Basis entwickle ich eine Zonierungslogik, die Funktionen, Abläufe und menschliche Bedürfnisse in Einklang bringt.
Die Zonierungsplanung dient als strategisches Beratungsinstrument, um Flächen sinnvoll zu strukturieren und Prioritäten zu setzen – unabhängig von späteren Detailentscheidungen.
Sie schafft Überblick, erleichtert Abstimmungen und bildet das Fundament für Entwurf, Planung oder Repositionierung.



2D Planung
Übersetzung des Konzepts in Raumstruktur
In der 2D‑Planung wird das zuvor entwickelte Konzept räumlich überprüfbar.
Grundrisse und schematische Darstellungen helfen dabei, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Flächen zu bewerten und Nutzungsszenarien zu diskutieren.
Die Pläne verstehen sich als konzeptionelle Arbeitsgrundlage, nicht als Ausführungsplanung.
Sie ermöglichen fundierte Entscheidungen, identifizieren Potenziale und dienen als klare Übergabe für weitere Planungsschritte oder externe Partner.
Farb- und Materialcollage
Emotionale & psychologische Wirkung
Farben und Materialien prägen die Wahrnehmung eines Raumes maßgeblich.
In Farb‑ und Materialcollagen untersuche ich, welche Oberflächen, Texturen und Farbräume die gewünschte Stimmung und Identität unterstützen.
Die Collagen dienen als Beratungs‑ und Entscheidungswerkzeug:
Sie ermöglichen es, Wirkung, Haptik und Zusammenspiel früh zu erleben – lange bevor umgesetzt wird.
So entstehen harmonische Gesamtkonzepte, die emotional wirken und zugleich konzeptionell begründet sind.


Produktauswahl
Passende Möblierung für dein Konzept
Auf Basis des entwickelten Konzepts spreche ich gezielte Produktempfehlungen aus.
Diese Empfehlungen geben einen Rahmen, der Stil, Qualität und Budget in Einklang bringt.
Sie bieten Orientierung für die spätere Umsetzung und ermöglichen es, Entscheidungen selbstständig oder mit anderen Partnern weiterzuführen – ohne die konzeptionelle Idee zu verlieren.
Projektbeispiele
Die folgenden Projektbeispiele zeigen, wie konzeptionelle Ansätze in reale Kontexte übersetzt werden.
Sie verstehen sich als Anwendungsbeispiele beratender und entwerferischer Arbeit.
Im Fokus stehen Fragestellungen, Denkprozesse und räumliche Konzepte, die Orientierung geben und als Grundlage für weitere Planung, Umsetzung oder Vermarktung dienen.
New Office Design
Konzept & Entwurf
Für die neue Arbeitswelt von Walter Knoll in Herrenberg entwickelten wir 2024 ein konzeptionelles Office‑Design.
Ausgangspunkt war nicht die Gestaltung einzelner Arbeitsplätze, sondern die zentrale Frage:
Wie wollen wir zukünftig miteinander arbeiten?
Auf Basis mehrerer Workshops wurde in Zusammenarbeit mit plan up und tnpx eine neue Arbeitsweise definiert und in ein räumliches Konzept übersetzt.
Desk Sharing ermöglichte die Reduktion klassischer Arbeitsplätze und schuf Raum für flexibel nutzbare Zonen, Austausch und Ausstellung.
Das Ergebnis ist ein übertragbares Raumkonzept, das Arbeit, Begegnung und Präsentation miteinander verbindet.
Foto: Philip Kottlorz



Wie wollen wir zukünftig miteinander arbeiten?
Auf Grundlage dieser Fragestellung entstand nach einigen Workshops die Entscheidung eine neue Arbeitsweise im Unternehmen umzusetzen. Somit entstand ein neuer Entwurf der Flächen.
Desk Sharing ermöglichte die Reduktion von Arbeitsplätzen und lies so Raum für neue, vielfältig nutzbare Zwischenzonen
Neue Raumstrukturen, lebedige Materialien und Pflanzen verliehen der Etage eine völlig neue Atmosphäre.

Foto: Philip Kottlorz

Foto: Philip Kottlorz

Foto: Philip Kottlorz
360° Begehung durch die neuen Arbeitswelten
https://visions-viewer.com/3d-tours/walterknoll/360/interiorspacetypes/2og/tour.html
Umsetzung: 3-Visions, Frankfurt am Main
Wohnung Berlin
Wohnkonzept für Immobilienvertrieb
Für einen Immobilienentwickler in Berlin entwickelte ich drei unterschiedliche Wohnungskonzepte.
Ziel war es, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und den Verkaufsprozess zu unterstützen.
Die Entwürfe wurden in einer 360°‑Begehung erlebbar gemacht und durch Visualisierungen, Materialcollagen und Booklets ergänzt.
Die Konzepte dienten als Entscheidungsgrundlage für Käufer:innen und wurden anschließend auf weitere Wohneinheiten übertragen.
Planung: Walter Knoll Team; Visualisierung: 3-Visions



Das Konzept von drei möglichst unterschiedlichen Wohnungskonzepten, sollte verschiedene Kundengruppen ansprechen.
Der Entwurf der 360° Begehung ermöglichte den Kunden ihre zukünftige Wohnung zu erkunden und zwischen den verschiedenen Konzepten zu wählen.
In den Wohnungen selbst lagen Booklets mit Möblierungsvorschlägen, Visualisierungen und Materialcollagen aus.
Die Konzepte wurden später auch auf weitere Wohneinheiten übertragen.

Visualisierung: 3-Visions

Visualisierung: 3-Visions

Visualisierung: 3-Visions
360° Begehung der drei Wohnungskonzepte
https://visions-viewer.com/3d-tours/wk/0269/28/tour.html
Umsetzung: 3-Visions, Frankfurt am Main
Referenzliste
Beratung, Konzept & Entwurf
Accentro (Empfangsbereich + Wohnungen), Berlin
Lotus Future Office, Stuttgart
Ausstellungsplanungen Walter Knoll
Fraport Loungebereich, Frankfurt
Designhotel + Gastronmomie, Ludwigsburg
Restaurant, Lounge + Küchenstudio, Mannheim
Studien & Auszeichnungen
Die folgenden Arbeiten entstanden im Rahmen meines Studiums und zeigen meine Herangehensweise an räumliche Fragestellungen.
Sie verstehen sich als konzeptionelle Studien, in denen gesellschaftliche, kulturelle und menschzentrierte Themen in räumliche Konzepte übersetzt wurden.



Multireligiöses Zentrum Mannheim
Im Rahmen meiner Bachelorarbeit entwickelte ich das Konzept für ein multikulturelles Zentrum mit dem Fokus auf Begegnung, Austausch und gesellschaftlichem Miteinander.
Der Entwurf untersucht, wie Räume Identität stiften und kulturelle Vielfalt räumlich unterstützen können.
Die Arbeit wurde vom Bund Deutscher Innenarchitekten (BDIA) für ihre konzeptionelle Qualität ausgezeichnet.
Besonders hervorgehoben wurden die klaren räumlichen Verbindungen, die flexible Nutzbarkeit der Räume sowie die stimmige Material‑ und Atmosphärenwahl.



Kulturzentrum, Eppingen
In meiner Masterarbeit entstand ein Nutzungs‑ und Raumkonzept für ein Kulturzentrum, das flexible Räume für Kunst, Bildung und Gemeinschaft zusammenführt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kulturorte als offene, zugängliche und identitätsstiftende Räume funktionieren können.
Der Entwurf zeigt, wie räumliche Strukturen kulturellen Austausch und gesellschaftliche Nutzung unterstützen.
